"Das Fenster"

Stefan Schramm
1)Ich war noch jung da war mir klar
das Leben ist zu wunderbar
um hier im Dorfe festzukleben
wollte doch die Welt erleben
So nahm ich meinen sieben Sachen
ging mit einem fröhlich Lachen
doch bald wurde mir ganz Bang
Ich wusste nicht ob links oder rechts lang

2)Ich fütterte grade des Bauern Sau
Da entdeckte ich jene schöne Frau
Das güldene Haar, die lieblichen Brüste
in mir da regten sich fremde Gelüste
der Bauer er lachte und sprach zu mir „Knecht
nimm dir dieses Weib dann ergeht es dir schlecht“
Er schaute mich an, seine Stimme ward fester
„Schlag dir aus dem kopf unsres Lehnsherren Schwester“

(ref)Und nun steh ich am Fenster und spring in den Tod
und das alles wegen dir ich dummer Idiot
Heute und hier da endet die Reise
der Boden kommt näher das finde ich ...

3)Die Worte des Bauern verhallten recht bald
Mein Bettchen war leer und die Nächte so kalt
Da fasste ich einen großen Entschluss
Allein zu erobern den goldenen Schuss
Ich wusch mich und kaufte mir auch neue Kleider
bald schon verfolgten mich gar viele Weiber
Doch ich wollte nur diese eine beglücken
und so macht´ ich mich auf sie von mir zu verzücken

(ref)

4)Am Schloss angekommen und mit frohem Mut
erweckte ich dann doch des Lehnsherren Wut
Er fand mich auch bald schon in ihren Gemach
Wie liebten uns grade und ach welche Schmach
Er zückte die Klinge und schrie nur noch „Lauf“
So rannte ich fluchs zu den Zinnen hinauf
Und oben im Turme bevor er mich fing
Stand ein Fenster weit offen und ich dachte mir „Spring“

(2x ref)
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Versionsdatum: 17. Juli 2009 - Gemastert von Oliver Prutti
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